Gelbes Rauschen Bauschen / Oma Thekla Hinterher – Gerda Sengst­bratl

Eine Buch­re­zen­sion von Petra Gangl­bauer

In ihrem neuen Buch greift Gerda Sengst­bratl eine Fami­li­en­ge­schichte auf, insbe­son­dere aber jene von „Oma Thekla“ – jene „Ahnin“, über die in der Familie nie ein Wort verloren wurde! Thekla starb vor langer Zeit an einer Frau­en­krank­heit.

Die Ich-Erzäh­lerin nähert sich der Verstor­benen in formal unter­schied­li­chen Anläufen: Sie erzählt aus deren Leben im Dorf, von deren Alltag, der Liebe, den Kindern.

Die Autorin zeigt Bilder, auf denen Thekla abge­bildet ist, entwirft Settings voll Gestik, Mimik, Farbe und Plas­ti­zität.

Im Prolog wird der Name Thekla anhand verschie­dener auch etymo­lo­gi­scher Wurzeln abge­han­delt.

Der Epilog wiederum subsum­miert die „Geschichte der Gewalt“ und „Kälte“ – doch: „Am Ende bleibt ohnehin nichts.“

Ein rühriges und berüh­rendes Buch!

 

Petra Gangl­bauer, 2017

Für die Rezen­sionen sind die jewei­ligen Verfas­se­rInnen verant­wort­lich.

 

Gerda Sengst­bratl: Gelbes Rauschen Bauschen / Oma Thekla Hinterher
Weitra: Biblio­thek der Provinz, 2017
84 Seiten
EUR 10,00
ISBN: 978–3‑99028–691‑3