Schrei­bend denken für die Öffentlichkeit

Ein Inter­view mit Erika Kronabitter

Das Philo­so­phicum Lech hatte kürz­lich den Trac­tatus-Preis für philo­so­phi­sche Essay­istik aufge­schrieben, der sich mit dem Thema „Als ob! Die Kraft der Fiktion“ beschäf­tigt. Was ein(en) Text dieser Art ausmacht,  erzählt Erika Kronabitter.

BÖS: In welchem Umfeld können Essays plat­ziert werden?

Erika Kronabitter: Sicher haben Sie in Gedanken schon das eine oder andere Mal Über­le­gungen, Entgeg­nungen, Ideen zu gegen­wär­tigen Ereig­nissen formu­liert. Viel­leicht waren sogar bahn­bre­chende, zukunfts­wei­sende Über­le­gungen dabei. Für uns Schrei­bende, aber auch für alle wachen Bürge­rInnen sollte es Pflicht sein, diese Gedanken zu formu­lieren, schrei­bend durch­zu­denken, abzu­wägen und die Öffent­lich­keit daran teil­haben zu lassen. Zeitungen, Blogs und Online­foren eignen sich bestens dafür.

BÖS: Welche drei Krite­rien zeichnen sie im wesent­li­chen aus?

Erika Kronabitter: In einem Essay legt der/die Schrei­bende ihre Gedanken zu bestimmten Ereignissen/Diskussionen der Gegen­wart dar, stellt diese gegen­über und vertritt zu diesem Thema eine eigene Haltung.

BÖS: Kannst du ein Essay empfehlen, das dir beson­ders gut gefällt und ein Muster­bei­spiel für das Genre ist?

Erika Kronabitter: Essays sind sehr frei in der Form, ich würde kein einzelnes Essay als Muster­bei­spiel empfehlen. Um sich von der Breite ein Bild zu machen, ist es span­nend, verschie­dene Essays verschie­dener Essay­is­tInnen zu lesen.

 

Erika Kronabitter leitet den Online-Work­shop „Der oder das Essay“ am 28. März 2021. Anmel­dungen unter office@boesmail.at

Foto: Peter Bosch