Nach dem Boshaften Blick 4

Ein Beitrag von Julian Fischer

Das Gegen­teil behaupten

Ich bin ein abso­luter Früh­auf­steher. Ich liebe es, wenn mein Wecker mich aus meinem Tief­schlaf holt. Direkt nach dem Wecker bin ich absolut fit und total ausge­schlafen. Bereits der erste Wecker-Ton lässt mich munter aus dem Bett hüpfen. Ich richte mich nach meinem Lieb­lings­satz „Der frühe Vogel fängt den Wurm“. Noch nicht einmal Kaffee brauche ich. Auch nach 3 Stunden Schlaf in der Nacht könnte ich tags­über Bäume ausreißen.

 

Reimen, was das Zeug hält

Mein Fern­seher ist ein Strom­fresser,
jetzt liefere ich ihn ans Messer.
Im Fach­markt finde ich sicher welche, die laufen besser.
Der Händler empfiehlt mir ein TV mit inte­griertem Strom­messer.
Das über­zeugt mich, nur der Preis macht mich blässer.
Trotzdem nehm ich ihn mit, geb’ den alten zum Müll­presser,
schaue jetzt in den neuen und trinke viele Fässer.
Beim Blick auf den Strom werde ich nun kesser und kesser.

 

Yvonne“ bringt große Mengen an Neuschnee

Die bekannte deut­sche Sängerin und Schau­spie­lerin Yvonne Catter­feld will sich nicht damit abfinden, dass es dieses Jahr keine weißen Weih­nachten geben wird. „Erst Corona und jetzt auch noch kein Schnee. Da muss ich etwas tun!“ Daher reist sie ab heute an den Nordpol, um von da aus Schnee nach Deutsch­land mitzu­bringen, um uns weiße Weih­nachten zu bescheren. Mit Kühl­boxen für den Schnee wird sie sich auf den Weg machen. Von einem Kame­ra­team von Pro7 wird sie dabei begleitet.

 

Weih­nachts­mann als Superspreader

Entgegen der Aussage der WHO letzte Woche wurde nun bekannt, dass der Weih­nachts­mann doch nicht immun gegen das Virus ist. Der Test, der belegen sollte, dass der Weih­nachts­mann Anti­körper gebildet hat, wurde mit dem Anti­körper-Test von Oliver Pocher, der bereits Corona durch­ge­macht hat, vertauscht. Einzig und allein die Immu­nität des Christ­kindes wurde durch einen erneuten Test bestä­tigt. Es wird nun die welt­weite Geschen­ke­lie­fe­rung alleine über­nehmen müssen. Die Gefahr eines Weih­nachts­mannes als Super­spreader wäre einfach zu groß, so die WHO. Und da der Weih­nachts­mann in seiner Werk­statt ständig von Elfen und weiteren Mitar­bei­tern umgeben ist, kann er auch keine 14-tägige Quaran­täne einhalten.

 

Corona hier, Corona da …

Brenn­punkte, Extras, Talk­showrunden
dauern sämt­lich über Stunden.
Vor einem Monat Nach­richten-Jamme­rungen
wann gibt es endlich Locke­rungen?
Nun ist wieder der totale Lock­down da,
da rannten Dienstag die Leute ja
den Kauf­häu­sern die Bude ein,
sodass die Polizei sagen musste: „Du kommst hier nicht rein!“
In ein paar Tagen machen diese Leute dann Augen
ange­sichts neuer Hoch­zahlen, sie können‘s nicht glauben.
Wo haben wir uns nur alle ange­steckt?
Sind vor dem Kauf von Weih­nachts­ge­schenken nicht zurück­ge­schreckt.
Einige wollen unbe­dingt in den Urlaub fliegen,
jammern hinterher, wenn der Flug­ver­kehr kommt zum erliegen
und sie wieder fest­ste­cken in verschie­denen Regionen,
während die Regie­rung versucht, sie mit Spezi­al­flug­zeugen zurück­zu­holen.
Der Impf­stoff soll die Situa­tion nun langsam retten,
denn schnell wird das nicht passieren, wetten?
Und wenn wir uns dann freuen: „Das Virus ist weg, juhu, trara!“,
sind die nächsten 5 neuen Virus­arten da.

 

Julian Fischer war im Dezember 2020 Teil­nehmer am Work­shop „Der boshafte Blick – Ironie – Satire – Parodie“ mit Britta Mühlbauer.