Autor:innen über das Autor:in-Sein II
Alexandra Schneider über das Autorin-Sein
“Auf die eigene Stimme hören”
BÖS: Was war für dich der entscheidende Impuls, den Weg als Autor:in einzuschlagen – und was hält deine Leidenschaft im Schreiballtag wach?
Alexandra Schneider: Die Liebe zu Büchern und meine Fantasie, die immer wieder neue Figuren und Geschichten hervorbringt, haben mich zum Schreiben geführt. Mich interessieren Menschen und ihre Geschichten und die Frage, was sie bewegt. Diese Geschichten möchte ich erzählen.
Im Schreiballtag hält vor allem die Neugier meine Leidenschaft wach. Ich möchte wissen, wie sich meine Figuren und ihre Geschichten entwickeln.
BÖS: Ab welchem Moment hast du dich selbst als Autor:in begriffen, und was macht die Essenz dieses Berufs für dich aus?
Alexandra Schneider: Als Autorin habe ich mich selbst erst relativ spät begriffen. Obwohl ich bereits Texte und zwei Romane veröffentlicht hatte, hat es eine Weile gedauert, bis ich mich als Autorin gefühlt habe. Der Kopf wusste es früher, als es das Herz empfunden hat.
Die Essenz des Autorinseins liegt für mich darin, Geschichten und Gedanken eine eigene Sprache und einen Raum zu geben und sie anschließend mit Leser:innen zu teilen.
BÖS: Welchen Rat hättest du gerne bekommen, als du selbst ganz am Anfang standest?
Alexandra Schneider: In meinen Lehrgängen zum kreativen Schreiben und im Schreibcoaching habe ich viele, zum Teil widersprüchliche Tipps bekommen. Rückblickend hätte ich mir vor allem einen Rat gewünscht: Das Schreibhandwerk ist wichtig. Genauso wichtig ist es aber, auf die eigene Stimme zu hören und sich von aktuellen Trends und Erwartungen – sei es in der Buchbranche oder in den sozialen Medien – nicht verbiegen zu lassen.
Am 19. März 2026 startet der neue Lehrgang “Autor:in” am BÖS. Anmeldungen gerne an office@boesmail.at.
Der nächste Informationsabend findet am 2. November 2026 ab 18:30 Uhr ONLINE statt. Anmeldungen auch hier an office@boesmail.at
Weitere Infos zu Alexandra Schneider:
https://lektorat-zeilenweise.at/
https://sandranovak.com/
Foto: Susanna Schmolka
