Autor:innen über das Autor:in-Sein III

Ein Inter­view mit Georg Rejam

BÖS: Was war für Dich der entschei­dende Impuls, den Weg als Autor einzu­schlagen – und was hält Deine Leiden­schaft im Schreiballtag wach? 

Georg Rejam: Auf meinem Camino/Jakobsweg 2003 hatte ich 40 Tage Zeit zum Nach­denken. Ich ging alleine bis Sant­iago bzw. Finis­terre. Und da sind mir so manche Geschichten einge­fallen, die ich dann zu Hause aufge­schrieben habe.
Ich gehe mit unserem hund Minnie regel­mäßig laufen und da fallen mir immer wieder Geschichten ein oder wie es im aktu­ellen Roman weiter­gehen soll.

BÖS: Ab welchem Moment hast du Dich selbst als Autor begriffen, und was macht die Essenz dieses Berufs für Dich aus? 

Georg Rejam: Als meine erste Kurz­ge­schichte Fremd in Otta­kring (2010) in einer Antho­logie veröf­fent­licht wurde, war ich sehr stolz und fühlte mich zum ersten Mal als (belle­tris­ti­scher) Autor, als ich meinen Text schwarz auf weiß in Händen hielt. Die Essenz als Autor ist für mich das – wenn auch unstete – Schreiben, aus meinen Werken vor Publikum zu lesen und immer wieder Texte zu veröffentlichen.

BÖS: Welchen Rat hättest Du gerne bekommen, als Du selbst ganz am Anfang stan­dest? 

Georg Rejam: Ich habe einen sehr tollen Rat bekommen. Und zwar von einem lieben väter­li­chen Freund, der selbst erfah­render Jour­na­list war. Als ich ihm drei meiner Erst­ent­würfe aus dem Camino-Zyklus zu lesen gab, sagte er: „Du musst noch viel lernen, aber wenn du mir zehn solche Geschichten ablie­ferst, gründe ich einen Verlag und dein Buch wird als erste gedruckt.“ Das war eine Super-Motivation.

 

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Foto: Peter Bosch