Bren­nes­sels­anft wach werden

Brigitta Höpler zum Sommer­work­shop “Almschreiben”

Im Juli schreiben – sich auf dem Blatt Papier und in der Land­schaft ausdehnen, bren­nes­sels­anft wach werden, sich Zeit nehmen, die Wahr­neh­mung poeti­sieren, Dinge, Pflanzen, Tiere zur Sprache bringen, den Sommer auskosten, barfuß schreiben sozu­sagen.

Was bewirkt ein Orts­wechsel?
Wie beein­flusst die Umge­bung das Schreiben?
Wie können wir uns auf den Ort beziehen?
In welcher Form landen unsere Eindrücke, Erfah­rungen, Bilder auf dem Blatt Papier?
Wie hinter­lassen wir Spuren?

Antworten finden sich im spie­le­ri­schen Schreiben und Herum­streunen, im Notieren, Skiz­zieren, und Aufzeichnen, mit Anre­gungen aus der Land Art, im Auspro­bieren und Expe­ri­men­tieren.

Auf der Wiese neben dem Wald steht – wie ein Fremd­körper aus einer anderen Welt – ein Container: Möglich­keits­raum für vieles, Schreib­raum, Rück­zugsort. Uns wird er am Ende des Work­shops zum Ausstel­lungs­raum.

Almschreiben setzt die lang­jäh­rige Koope­ra­tion des BÖS mit der Künst­lerin Gertrude Moser-Wagner fort, in und rund um deren Almhütte wir schreiben. Gertrude ist eine wunder­bare Gast- und Raum­ge­berin, sie kreiert eine inspi­rie­rende Atmo­sphäre. Seit Jahren belebt sie die Umge­bung mit ihren künst­le­ri­schen Projekten.

Im Sommer 2019 ist das Thema „Zeit lassen – Kunst und Land­wirt­schaft“, unter­schied­liche Künstler und Künstler­innen sind einge­laden. Während unseres Work­shops wird in der Bienen­Volks­Schule in St. Ruprecht eine Ausstel­lung eröffnet, wer Lust hat, ist zur Vernis­sage herz­lich einge­laden.

 

Brigitta Höpler, April 2019

 

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